Heilpädagogik

Der Begriff Heilpädagogik entstand im 19. Jahrhundert. Trotz vieler Kritik hat sich der Begriff bis heute durchgesetzt, welches wohl der pädagogischen Ausrichtung von Paul Moor zu verdanken ist. Er behauptet, dass Heilpädagogik Pädagogik und nichts anderes ist. Mit dieser Aussage grenzt er die Heilpädagogik von der Medizin ab und setzt als Hauptaufgabe der Heilpädagogik die Suche nach Erziehungsmöglichkeiten in den Vordergrund.
Die Silbe „heil“ ist auch mit dem deutschen Wort „ganz“ zu übersetzen. In der Heilpädagogik weist diese Silbe auf die ganzheitliche Sichtweise der Pädagogik hin.

Die Heilpädagogik wird heute als spezielle Erziehungswissen- schaft verstanden, als Ausdifferenzierung der allgemeinen Pädagogik. In der Heilpädagogik sind behinderungsüber- greifende Inhalte ebenso notwendig wie behinderungs- spezifische Inhalte, denn: Die pädagogischen Handlungsnormen sollen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Menschen ohne Beeinträchtigungen gleich gelten.
Die Pädagogik ist somit grundlegende Erziehungswissenschaft für die heilpädagogische Arbeit. Sie beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Kind/Jugendlichen und dem Erzieher. Sie bietet eine Sichtweise für erzieherisches Handeln, wobei Pädagogik als reflektierte Erziehung zu betrachten ist.

Die Heilpädagogik interessiert sich für die Entwicklung von Beziehungsverhältnissen und die Unterstützung der Erziehung unter erschwerten Bedingungen.

Heilpädagogisches Arbeiten unterscheidet sich von der Pädagogik in den eingesetzten Methoden. Dieses wird deutlich, wenn man beachtet, dass heilpädagogisches Handeln immer nötig wird, wenn die natürliche Erziehung zu versagen droht oder bereits versagt hat.

In der heilpädagogischen Arbeit geht es um die Förderung der Gesamtperson in ihrem Umfeld im Kontext ihrer Möglichkeiten und nicht um isolierte Behebung eines so genannten Defektes. Der Heilpädagoge orientiert sich an den Fähigkeiten und Stärken seines Gegenübers. Er arbeitet nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende!

Heilpädagogisches Arbeiten ist berufliches Handeln. Deshalb erfordert es spezielle Kenntnisse und entsprechende Fähigkeiten. Heilpädagogisches Arbeiten heißt prozess- und zielorientiert planen und handeln, d.h. die gewählten Ziele und Methoden müssen kontinuierlich überprüft und entsprechend verändert werden.

Im Rahmen meiner heilpädagogischen Tätigkeit biete ich verschiedenen Trägern aus dem sozialen-heilpädagogischen Bereich meine Fachkompetenz an, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Förderung und Begleitung von Kindern mit Beeinträchtigungen und deren Familien liegt.
Als freie Mitarbeiterin war ich in verschiedenen Kindergärten in Schleswigholstein tätig, in denen ich Diagnostiken und Einzelintegrationsmaßnahmen durchführte. Weiterhin führte ich für das Haus Mignon in Hamburg Frühförderungen von beeinträchtigten Kindern durch.  Zur Zeit biete ich meine Kompetenzen in der Entwicklungsbegleitung in Bremen an.

In meiner heilpädagogisch-körpertherapeutischen Praxis fließen die Grundhaltungen der Heilpädagogik mit ein und finden in der CranioSacralen Biodynamik, wie auch in der Traumabewältigung Ausdruck.